30. September 2016

Pflegekosten

Unser Pflegeangebot beginnt bei einem Tagsatz von € 59,- (bis Pflegestufe 2).

Die Höhe des Tagsatzes richtet sich nach verschiedenen Kriterien wie…

  • Pflegebedarf der zu betreuenden Person (mobil oder bettlägerig, Betreungsbedarf in der Nacht,…)
  • Deutschkenntnisse der Pflegerin
  • Ausbildung der Pflegerin
  • Turnusdauer der Pflegerin (3 Monate oder 1 Monat)

Einmalige Verwaltungsgebühr € 290,-.


Mögliche finanzielle Unterstützung

PFLEGEGELD

Das Pflegegeld stellt eine zweckgebundene Leistung zur teilweisen Abdeckung der pflegebedingten Mehraufwendungen dar. Es ermöglicht den pflegebedürftigen Menschen eine gewisse Unabhängigkeit und einen (längeren) Verbleib in der gewohnten Umgebung (zu Hause).

Die Höhe des Pflegegeldes ist abhängig vom Pflegeaufwand. Die Pflegestufen 1-7 kennzeichnen den Pflegeaufwand, der in Stunden pro Monat festgelegt ist. Der zeitliche pflegerische Aufwand wird im Rahmen einer Begutachtung durch eine Ärztin/einen Arzt oder eine Pflegefachkraft bestimmt.

Pflegegeld
Pflegestufe Ø mtl. Pflegebedarf von mehr als Pflegegeld/Monat
1 65 Stunden 157,30 €
2 95 Stunden 290,00 €
3 120 Stunden 451,80 €
4 160 Stunden 677,60 €
5 180 Stunden und Notwendigkeit…

  • der dauernden Bereitschaft einer Pflegeperson oder
  • der regelmäßigen Nachschau durch eine Pflegeperson in relativ kurzen, jedoch planbaren Zeitabständen (mindestens auch eine einmalige Nachschau in den Nachtstunden) oder
  • von mehr als fünf Pflegeeinheiten, davon auch eine in den Nachtstunden.
920,30 €
6 180 Stunden und Notwendigkeit…

  • der dauernden Anwesenheit einer Pflegeperson wegen Eigen- oder Fremdgefährdung oder
  • von zeitlich nicht planbaren Betreuungsmaßnahmen bei Tag und Nacht.
1.285,20 €
7 180 Stunden und…

  • Unmöglichkeit von zielgerichteten Bewegungen der Arme und Beine mit funktioneller Umsetzung oder
  • Vorliegen eines gleich zu achtenden Zustands.
1.688,90 €

 

FÖRDERUNG DER 24-STUNDEN-BETREUUNG:

Das Sozialministerium hat ein Förderungsmodell entwickelt, mit dem Leistungen an pflegebedürftige Personen oder deren Angehörige aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung gewährt werden können. Ein Zuschuss kann ab Pflegestufe 3 nach dem Bundespflegegeldgesetz gewährt werden.

Die Förderung bei der Beschäftigung von zwei selbstständig tätigen Betreuungskräften beträgt maximal € 550 pro Monat (€ 275 pro Monat und Betreuungskraft). Bei der Beschäftigung von zwei unselbstständig tätigen Betreuungskräften beträgt der Zuschuss maximal € 1.100 pro Monat. Die Betreuung muss gemäß den Bestimmungen des Hausbetreuungsgesetzes erfolgen. Die maximale Förderhöhe pro Jahr beträgt somit bei zwei selbstständigen Betreuungskräften 6.600 Euro, bei zwei unselbstständigen Betreuungskräften 13.200 Euro.

Erste Anlaufstelle bei Fragen zur 24-Stunden-Betreuung und für die Antragstellung ist das Sozialministeriumservice mit seinen 9 Landesstellen.

Anspruchsvoraussetzungen:

Um eine Förderung der 24-Stunden-Betreuung zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Bedarf einer bis zu 24-Stunden-Betreuung
  • Bezug von Pflegegeld ab der Stufe 3
  • Vorliegen eines Betreuungsverhältnisses zur pflegebedürftigen Person, zu einem Angehörigen oder zu einem gemeinnützigen Anbieter
  • Die Betreuungskräfte müssen entweder eine theoretische Ausbildung, die im Wesentlichen derjenigen eines Heimhelfers bzw. einer Heimhelferin entspricht, nachweisen oder seit mindestens sechs Monaten die Betreuung der pflegebedürftigen Person sachgerecht durchgeführt haben. Alternativ dazu muss eine fachspezifische Ermächtigung der Betreuungskraft zu pflegerischen Tätigkeiten vorliegen.

Einkommensgrenze für die Förderung der 24-Stunden-Betreuung:

Bei der Antragstellung wird das Einkommen der pflegebedürftigen Person berücksichtigt. Die Einkommensgrenze beträgt € 2.500 netto monatlich, wobei Leistungen wie Pflegegeld, Sonderzahlungen, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Wohnbeihilfen unberücksichtigt bleiben. Für jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen erhöht sich die Einkommensgrenze um € 400 bzw. um € 600 für behinderte, unterhaltsberechtigte Angehörige. Die Förderung wird unabhängig vom Vermögen der pflegebedürftigen Person gewährt.


STEUERLICHE ABSETZBARKEIT DER BETREUUNGSKOSTEN:

Bei einer „24-Stunden-Betreuung“ sind dadurch entstehende Aufwendungen und Kosten (z.B. Kosten für das Betreuungspersonal, Vermittlungskosten, Arzneimittel, Pflegemittel) als „außergewöhnliche Belastung“ im Folgejahr steuerlich absetzbar.

 

Weitere Informationen, Links und Formulare zum Download finden Sie in unserem Download-Bereich.

Für detaillierte Auskünfte oder ein persönliches Beratungsgespräch sind wir natürlich gerne für Sie da:

     0664 / 33 20 765
   info@handl-pflege24.at